Das die NSA und der Britische Geheimdienst GCHQ das interkontinentalen Internet-Kabel bereits belauschen, ist uns mittlerweile durchaus bekannt. Nun hat der Spiegel neue Dokumente von Edward Snowden vorliegen, die belegen, dass der Britische Geheimdienst GCHQ und die NSA mit einem „Fuß“ sogar direkt im Netz diverser Providern stehen. D.h. über unbekannte „Schlupflöcher“ wird bei bekannten Unternehmen wie der Deutschen Telekom, dem Kölner Internetproviders Netcologne und dem Satelliten-Kommunikationsanbieter Stellar der komplette Internetverkehr von den beiden Geheimdiensten überwacht und abgegriffen.
Nach Snowdens-Unterlagen wird von weltweit 13 Servern ausgegangen, die für die NSA den Internetverkehr überwachen und einer davon ist gut versteckt in einem deutschen Datenzentrum. Nicht nur das der Internetverkehr überwacht wird, so nach Angaben des Spiegels, können die Geheimdienste über die eingesetzte Software „Treasure Map“ nahezu in Echtzeit alle aktiven Netzverbindungsstellen wie Router, Rechner, Smartphone und Tablets bildlich darstellen. In dem so erstellten Dokument wurde u.a. die konkreten Zugangspunkte von den Unternehmen Deutschen Telekom, Netcologne,dem Satelliten-Kommunikationsanbieter Stellar, Cetel und IABG namentlich aufgeführt und markiert.
Nachforschungen seitens der Unternehmen sind bislang ohne Ergebnisse geblieben, zudem wurden die Sicherheitsbehörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundesamt für Verfassungsschutz zu diesem Thema eingeschaltet.
Das Bsi untersucht den Fall und nimmt Stellung:
(orig. Text) Bonn, 14.09.2014.
Das Magazin „Der Spiegel“ berichtet in seiner Ausgabe Nr. 38 / 2014 im Beitrag „Im Zeichen des Totenkopfs“ über Zugangspunkte ausländischer Nachrichtendienste in deutschen Telekommunikationsnetzen. Weiterhin wird ausgeführt, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterrichtet sei.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigt, dass es über den Sachverhalt, der im Beitrag des Magazins „Der Spiegel“, Ausgabe Nr. 38 / 2014, dargestellt ist, unterrichtet ist. Das BSI ist zusammen mit weiteren Behörden im Rahmen der Analyse des Sachverhalts aktiv. Weitere Auskünfte kann das BSI derzeit nicht geben.